Ist die Bahn jetzt unter die „Hütchenspieler“ gegangen? – Irreführende Aussagen zur Belastung der Trasse Lüneburg – Stelle
Führt die InfraGO Politik und Öffentlichkeit „hinter die Fichte“?
Während der Projektbeirat „großes Potenzial ohne Neubau zwischen Hamburg und Hannover“ sieht, verschanzt sich die Bahn hinter dubiosen Zugzahlen. In der Ausgabe der „Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide“ vom 25. März, die sich auf die Pressemitteilung des Projektbeirats vom 18. März d. J. bezieht, wird die sogenannte Überlastung von 147 % der bereits dreigleisigen Trasse zwischen Lüneburg und Stelle nicht auf den gesamten Tag bezogen, sondern nur auf die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr. Ist das Fehlen dieses Hinweises eine Absicht oder nur eine kleine „Unterlassung“? Damit wird diesem Zeitfenster der Überlast in der Argumentation der Bahn ein überproportionales Gewicht zuerkannt.
Weiterhin wird der Umleitungsverkehr durch die Generalsanierung Hamburg – Berlin dem Kontingent der über die Nennlast hinausgehenden Zugzahlen zugeschlagen. Entscheidend für eine Berechnung von Nenn- bzw. Überlast ist aber der Regelverkehr, also der fahrplanmäßig abzufertigende Verkehr. Daher sollten die nur außerplanmäßig anfallenden Zugzahlen nicht der Überlastung hinzugerechnet werden! Ab Mai 2026, wenn alle Pläne der DB aufgehen, fallen die Umleitungsverkehre durch Freigabe der dann sanierten Trasse weg. Die Frage ist doch, warum die Bahn nicht ehrliche Zahlen nennt und sich nicht der Forderung der privaten Eisenbahngesellschaft Metronom bereits 2018 angeschlossen hat, das dritte Gleis für einen Gleiswechselbetrieb so zu ertüchtigen, dass die Kapazität dadurch erhöht wird??
Steckt dahinter Taktik, finanzielles Kalkül oder beides, weil man bei der Bahn und ihren Planern immer einen Neubau seit der abgesagten Y-Trasse im Hinterkopf hatte? Denn Sanierung muss die DB aus eigener Tasche bezahlen, einen Neubau aber finanziert der Steuerzahler!
Der nachfolgende Link führt zum Artikel der Allgem. Zeitung:
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