Überragende Protestbeteiligung

Hut ab, BI und Organisationsteam, das war schon eine starke Demonstration der Ablehnung der Trassenpläne der Deutschen Bahn. Man kann sich nur fragen, welches Spielchen treibt die Bahn in der Heideregion oder welche Absichten hat sie wirklich, wenn sie überall Trassenpläne vorstellt, die auf deutlich wahrnehmbare Ablehnung von Bürgermeistern, Landräten, Landes- und Bundespolitkern sowie der Bevölkerung trifft?

Werden die Trassenpläne, die vorgestellt wurden, überhaupt einmal von Fachleuten auf Realisierungsmöglichkeiten geprüft worden? Wie anders ist es möglich, dass man bei der Bahn ernsthaft glaubt, z. B. im Uelzer Stadtwald lt. Statement des Geschäftsführers der Stadtwerke 55.000 Bäume in einen Trinkwassergewinnungsgebiet fällen zu können? Nimmt man auf Naturschutz- und Erholungsgebiete keine Rücksicht? Ist Klima- und Landschaftsschutz für die Bahnplaner alles eine Frage von Ersatzgeldern, weil man den Staat als Eigentümer und Geldgeber in seinem Rücken wähnt?

Wo ist überhaupt die Kontrollinstanz durch die beauftragende Politik? Eine schriftliche Vertragsregelung zwischen Auftraggeber -Deutscher Bundestag vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr- und Auftragnehmer -Deutsche Bahn- gibt es nicht. Es zählt der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) und das zugehörige Schienenausbauwegegesetz, das auf Verlangen und möglicher Realisierung Ortsumfahrungen möglich machen könnte. Der BVWP sieht aber den Ausbau der Bestandsstrecken im System Alpha-E vor. Eine weitere Bundesbehörde wie das Bundesumweltamt (UBA) hat das Ursprungs-Alpha sogar positiv beurteilt und es ist sehr fraglich, ob das Bauprogramm der DB, das immer noch unter Alpha geführt wird, überhaupt damit vergleichbar ist? Ist darüber hinaus eine Neubau-Variante entlang der A7 oder parallel zum Bestand von nördlich Lüneburg bis südlich von Uelzen als Neubaustrecke in einer Länge mehr als 60 km noch eine Ortsumfahrung? Juristen sollten einmal prüfen, ob sich die Bahn nicht eines Gesetzesverstoßes schuldig gemacht hat. Schlussendlich wird es wohl ein Gericht entscheiden müssen, wenn Verbände und oder Einzelpersonen den Klageweg beschreiten.

Einen Eindruck von der Demo hat uns die Allgemeine Zeitung eingefangen. Wenn weitere mediale Kommentierungen erfolgen, wird es hier nachgetragen.

https://www.az-online.de/uelzen/stadt-uelzen/menschenkette-gegen-die-wahnsinns-trasse-der-bahn-91722995.html

Die eigenen Bilder geben zusätzlich einen Eindruck von der Demo:

Hier 2 Videos, die uns freundlicherweise von der BI Wester- / Kirchweyhe zur Verfügung gestellt wurden.